Ja, man ist allerhand Kuriositäten bei Modern Warfare 2 gewohnt. Man hört von modifizierten Hosts und Aimbots, die von VAC nicht gebannt werden können; schlecht implementiertes Anti-Cheating Tool und Hostmigrations, die einem unter Umständen das Leben retten können und so weiter und so fort. Gestern jedoch der Hammer schlechthin: Ein Hack legte MW2 nahezu komplett lahm.
Dieser Hack verhinderte, dass sich Spieler, die am fortgeschrittenen Freitag Abend spielen wollten, auf der Map bewegen konnten. Dieses Phänomen beobachteten wir schon eine ganze Weile vor diesem Vorfall, trat es erst sporadisch auf, dann jedoch öfter - bis gestern dann von 16 ausprobierten Matches ganze zwölf völlig unspielbar waren, man lediglich einen Stand-Walzer drehen und versuchen konnte, auf gut Glück mit dem Thumper oder dem Nadelauncher einen Gegner bei seinem Spawn zu treffen. Bei vieren konnte man zwar spielen, empfiehlte sich aber nur, wenn man auf extremstes Lagging (Pings um die 400, 500) steht.
Übrigends: Blieb man bis zum Ende auf der Map, obwohl es auf dauer recht langweilig sein kann sich selbst mit 'ner Granate schlafen zu legen, gab es trotzdem Punkte: Von "Oberkommando"-Belohnung bis hin zum Zufallstreffer, der dem eigenen Team ein Loss oder Win bescherte, was eigentlich alles dabei, was nicht zwingend üblich ist. Hochleveln ohne großartig etwas dafür zu tun - großes Kino.
Mittlerweile hat Infinity Ward reagiert und besagten "Don't Move"-Hack aus IWNet entfernt, dies teilte IWs Communitymanager Robert "Fourzerotwo" Bowling in seinem Twitterprofil mit. Nichtsdestotrotz zeigt dieser Vorfall, dass jeder Cent, den Activision in IWNet investiert hat, völlig sinnbefreit ausgegeben wurde und IWNet, anders als von Infinity Ward behauptet, alles andere als deutlich sicherer vor unrechtmäßiger Modifikation als ein dedizierter Server ist. Denn selbst wenn ein dedizierter Server manipuliert wurde, hat dies keine Auswirkungen auf alle Spieler, die aktuell im Game online sind, sondern nur auf die, die gerade auf dem dedizierten Server zocken. |